Pres­se­mit­tei­lun­gen

4 Städ­te aus Sach­sen unter Deutsch­lands Auf­stei­ger-TOP-30: Für die­se Kom­mu­nen geht’s nach oben

tag24.de

26.09.2021, 12:41 Uhr

Dres­den – Von wegen ver­schnarch­te Pro­vinz! Gleich vier säch­si­sche Städ­te haben es bei einem Städ­te-Ran­king in Sachen Dyna­mik und Ent­wick­lung unter die Top 30 Deutsch­lands geschafft. Als Auf­stei­ger-Regio­nen konn­ten sich dabei beson­ders Döbeln auf Platz 2 und Rei­chen­bach im Vogt­land auf Platz 4 in Sze­ne set­zen. Was haben die­se Städ­te, was ande­re nicht haben? Mit wel­chen Pfun­den wuchern und punk­ten sie?

 

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Frei­staat erwei­tert Fami­li­en­för­de­rung für Wohneigentum

Medi­en­ser­vice Sachsen

Leich­ter zu den eige­nen vier Wänden!

09.03.2021, 13:32 Uhr — Erst­ver­öf­fent­li­chung (aktu­ell)

Frei­staat erwei­tert Fami­li­en­för­de­rung für Wohneigentum

In Sach­sen wer­den Fami­li­en künf­tig noch stär­ker bei der Schaf­fung oder dem Erwerb von Wohn­ei­gen­tum unter­stützt. Dazu hat das Kabi­nett heu­te (9. März 2021) die För­der­richt­li­nie Fami­li­en­woh­nen (FRL Fami­li­en­woh­nen) um neue För­der­mög­lich­kei­ten ergänzt.

»Mit dem heu­ti­gen Beschluss haben wir wich­ti­ge Ver­ein­ba­run­gen aus dem Koali­ti­ons­ver­trag umge­setzt«, so Staats­mi­nis­ter Tho­mas Schmidt. »Die Schaf­fung von Wohn­raum ist ein zen­tra­les Instru­ment gegen stei­gen­de Mie­ten. Selbst genutz­tes Wohn­ei­gen­tum ist die bes­te Vor­sor­ge gegen Alters­ar­mut. Wir bie­ten dafür sehr lang­fris­ti­ge und äußerst zins­güns­ti­ge Kre­di­te an. Das schafft Pla­nungs­si­cher­heit und senkt so die Hür­den, die dem Traum von den eige­nen vier Wän­den entgegenstehen.«

Neu ein­ge­führt wird das Pro­gramm »Jung kauft Alt«, mit dem Fami­li­en beson­ders geför­dert wer­den, die ein älte­res Gebäu­de kau­fen und sanie­ren. »Auf die­se Wei­se stär­ken wir gera­de auch klei­ne­re Orte und sor­gen für eine Nut­zung bereits bestehen­der Gebäu­de, die sonst vom Leer­stand bedroht wären«, beton­te Schmidt. Die Fami­lie erhält in die­sem Fall neben der Grund­för­de­rung von 50 000 Euro För­der­dar­le­hen je Kind wei­te­re 50 000 Euro Dar­le­hen als Bonus.

Fami­li­en mit einem schwer­be­hin­der­ten Fami­li­en­mit­glied erhal­ten zur Grund­för­de­rung je Kind ein um 15 000 Euro erhöh­tes Dar­le­hen, dies soll Fami­li­en mit beson­de­ren bau­li­chen Bedar­fen den Bau eines Eigen­hei­mes erleichtern.

Beson­de­re Unter­stüt­zung erhal­ten künf­tig auch Fami­li­en mit gerin­gen Ein­kom­men. Für sie erhöht sich die Grund­för­de­rung um 30 000 Euro. Gleich­zei­tig wird die erfor­der­li­che Eigen­ka­pi­tal­quo­te von 20 auf 15 Pro­zent abge­senkt. »So erleich­tern wir ins­be­son­de­re Fami­li­en mit gerin­ge­ren Ver­mö­gen den Auf­bau von Wohn­ei­gen­tum. Dies ist für Eltern, die gro­ße Tei­le ihres Ein­kom­mens für die Ver­sor­gung und Aus­bil­dung ihrer Kin­der ein­set­zen, ein wich­ti­ger Bau­stein der Alters­vor­sor­ge«, beton­te der Minister.

Die Fami­li­en­för­de­rung erfolgt in allen Fäl­len durch sehr lang­fris­ti­ge und zins­güns­ti­ge Kre­di­te. Die Lauf­zeit der Kre­di­te beträgt 25 Jah­re. Der Zins­satz bleibt wäh­rend der gesam­ten Lauf­zeit gleich und rich­tet sich nach der vom Staats­mi­nis­te­ri­um für Regio­nal­ent­wick­lung fest­ge­leg­ten und ver­öf­fent­lich­ten Höhe. Aktu­ell beträgt der Zins­satz 0,75 Prozent.

Mit der neu aus­ge­rich­te­ten För­de­rung soll außer­dem dem Flä­chen­ver­brauch ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den. Neu­bau­ten wer­den des­halb nur im Innen­be­reich der Orte gefördert.

Erst­mals wer­den in Sach­sen künf­tig koope­ra­ti­ve Bau­ge­mein­schaf­ten geför­dert, die sich noch in ihrer Grün­dung befin­den. Sie erhal­ten einen güns­ti­gen Kre­dit zur Zwi­schen­fi­nan­zie­rung des Grund­stücks­er­werbs. »Sol­che gemein­schaft­lich und sozi­al ori­en­tier­te For­men des gemein­sa­men Bau­ens und Woh­nens kön­nen einen wich­ti­gen Bei­trag für eine moder­ne Gesell­schaft leis­ten«, so Staats­mi­nis­ter Schmidt. »Aller­dings sind koope­ra­ti­ve Bau­ge­mein­schaf­ten kaum hand­lungs­fä­hig, solan­ge sie nicht rechts­si­cher gebil­det sind. Damit sie trotz­dem bei der Suche nach Grund­stü­cken nicht zu spät kom­men, ermög­licht der Frei­staat für den Grund­stücks­er­werb künf­tig eine Zwi­schen­fi­nan­zie­rung.« Bis zu 500 000 Euro sind für sol­che Kre­di­te mög­lich. Die Lauf­zeit beträgt maxi­mal 2,5 Jah­re. Der Zins­satz beträgt auch hier aktu­ell 0,75 Prozent.

Für die För­de­rung auf Grund­la­ge der FRL Fami­li­en­woh­nen gel­ten Ein­kom­mens­gren­zen von 60 000 Euro jähr­lich für Allein­ste­hen­de sowie 100 000 Euro für Paa­re. Für jedes Kind erhöht sich die­se Gren­ze um 10 000 Euro.

Die Gren­zen für gerin­ge Ein­kom­men, bis zu denen Haus­hal­te die um 30 000 Euro erhöh­te Grund­för­de­rung erhal­ten, sind in der Ein­kom­mens­gren­zen-Ver­ord­nung gere­gelt, die eben­falls heu­te vom Kabi­nett beschlos­sen wur­de. Sie lie­gen bei 32 375 Euro für Allein­er­zie­hen­de mit einem Kind und bei 39 550 Euro bei Paa­ren mit einem Kind. Für jedes wei­te­re Kind erhöht sich die Gren­ze um 8 050 Euro. Maß­geb­lich dafür ist das soge­nann­te »pau­scha­lier­te Net­to­ein­kom­men«. Die­ses ergibt sich aus dem Brut­to­ein­kom­men minus eini­ger pau­scha­ler Abzü­ge, bei­spiels­wei­se Wer­bungs­kos­ten, Pau­scha­len für jun­ge Ehe­paa­re und Kin­der. Eine Über­sicht, wel­chen Brut­to­ein­kom­men die genann­ten Gren­zen ent­spre­chen, fin­den Sie im Anhang.

Quel­le: Säch­si­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Regionalentwicklung

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Kabi­nett beschließt gemein­sa­me För­der­richt­li­nie von Sozi­al- und Justizministerium

Medi­en­ser­vice Sachsen

Gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung: Sach­sen för­dert Ent­ste­hung sozia­ler Orte und Orte der Demo­kra­tie in klei­nen Kom­mu­nen oder Stadtvierteln

22.06.2021, 13:30 Uhr — 1. Kor­rek­tur (aktu­ell)

Kabi­nett beschließt gemein­sa­me För­der­richt­li­nie von Sozi­al- und Justizministerium

In der heu­ti­gen Kabi­netts­sit­zung wur­de die neue gemein­sa­me För­der­richt­li­nie »Orte des Gemein­we­sens« des Sozi­al- und des Demo­kra­tie­mi­nis­te­ri­ums beschlos­sen. Hier­für ste­hen im aktu­el­len Haus­halts­ent­wurf für die Jah­re 2021/22 ins­ge­samt 7,4 Mio. Euro zur Ver­fü­gung, davon 5,2 Mio. Euro für Sozia­le Orte.

Staats­mi­nis­te­rin Petra Köp­ping:
»Im Koali­ti­ons­ver­trag haben wir ver­ein­bart, dass wir mit den Modell­pro­jek­ten für Sozia­le Orte und Orte der Demo­kra­tie das sozia­le und demo­kra­ti­sche Mit­ein­an­der in unse­rem Land stär­ken wol­len. Mit die­sem Pro­gramm wol­len wir – ins­be­son­de­re im länd­li­chen Raum – das Gemein­we­sen und den Gemein­sinn unterstützen.

Auch Sie ken­nen sicher Gemein­den, in denen es kei­nen wirk­li­chen sozia­len Treff­punkt mehr gibt? Wir wol­len, dass vor­ran­gig sol­che klei­nen Gemein­den durch das Pro­gramm »Sozia­le Orte« wie­der einen zen­tra­len Ort der Begeg­nung bekom­men, an dem sich Men­schen aus­tau­schen und sozia­les Mit­ein­an­der pla­nen und erle­ben können.«

Die säch­si­sche Staats­re­gie­rung reagiert damit auf ver­schie­de­ne Ent­wick­lun­gen, die den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt schwä­chen. Sie för­dert zukünf­tig nicht nur sozia­le Orte, son­dern auch Orte der Demokratie.

Wegen der inhalt­li­chen Nähe und der gemein­sa­men Ziel­rich­tung erschien es sinn­voll, die bei­den »Orte-Pro­gram­me« in einer gemein­sa­men Richt­li­nie zu bün­deln. Die Richt­li­nie hat somit zwei Förderstränge:

Sozia­le Orte sol­len ins­be­son­de­re in Kom­mu­nen oder Stadt­tei­len mit sozia­len Belas­tun­gen oder infra­struk­tu­rel­len Defi­zi­ten ent­ste­hen, in denen kon­kre­te Orte der Begeg­nung feh­len. Hier­bei kann an bereits vor­han­de­ne Initia­ti­ven von enga­gier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ange­knüpft wer­den. Sozia­len Orte sol­len Enga­ge­ment för­dern, indem sie vor allem Raum für Kom­mu­ni­ka­ti­on bie­ten. Kom­mu­nen sol­len damit wie­der eine Mit­te, einen zen­tra­len Raum des sozia­len Mit­ein­an­ders, z. B. einen Bür­ger­treff, erhal­ten. Die­se Orte sol­len dadurch den Zusam­men­halt vor Ort und in der Gesell­schaft stärken.

Orte der Demo­kra­tie ent­wi­ckeln ein Dach, unter dem Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aller Schich­ten und Grup­pen vor Ort zusam­men­kom­men und demo­kra­ti­sche Ent­schei­dun­gen erfolg­rei­cher gestal­ten. Die För­der­richt­li­nie unter­stützt die­se Orte durch Aus­stat­tung und Gestal­tung, durch Bera­tung und Ver­mitt­lung von Metho­den und för­dern so Begeg­nung und Gemeinsinn.

Staats­mi­nis­te­rin Kat­ja Mei­er:
»Orte der Demo­kra­tie gibt es in Sach­sen ohne Zwei­fel vie­le. Wir knüp­fen an die zahl­rei­chen Initia­ti­ven von enga­gier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an und unter­stüt­zen mög­lichst in jedem Land­kreis einen beson­de­ren Ort. Mit unse­rer För­de­rung wol­len wir zei­gen, dass die Aus­ein­an­der­set­zung über alle klei­nen und gro­ßen Fra­gen von Zusam­men­le­ben und Poli­tik mög­lich ist. Damit kön­nen wir die demo­kra­ti­sche Streit­kul­tur zu neu­er Blü­te brin­gen, ohne dabei zu spalten.«

Die För­de­rung legt einen Schwer­punkt auf den länd­li­chen Raum und auf benach­tei­lig­te Stadt­tei­le: Geför­dert wer­den Sozia­le Orte und Ort der Demo­kra­tie in Gemein­den mit weni­ger als 40.000 Ein­woh­nern oder mit einem kon­kre­ten, bedarfs­ori­en­tier­ten Stadtteilbezug.

Es wird die Schaf­fung, in Aus­nah­me­fäl­len auch die Wei­ter­füh­rung oder die Erneue­rung von Sozia­len Orten mit Per­so­nal- und Sach­kos­ten finan­ziert. Wenn es zum Auf­bau oder der Wei­ter­füh­rung eines Sozia­len Ortes unbe­dingt nötig ist, sind auch bau­li­che Inves­ti­ti­ons­kos­ten bis zu einer Höhe von 50.000 Euro för­der­fä­hig, in Bezug auf Orte der Demo­kra­tie 100.000 Euro.

Der För­der­satz beträgt regel­mä­ßig 90 Pro­zent, in ganz beson­ders gela­ger­ten Aus­nah­me­fäl­len ist eine Voll­fi­nan­zie­rung mög­lich. Eigen­mit­tel bzw. Eigen­leis­tun­gen sol­len erbracht wer­den, da auch durch Eigen­leis­tun­gen das Enga­ge­ment des loka­len Gemein­we­sens belegt wird.

Mit den Orten des Gemein­we­sens sol­len gemein­nüt­zi­ge Ver­ei­ne, Ver­bän­de oder Gesell­schaf­ten, aber auch Kom­mu­nen geför­dert werden.

Maß­nah­men kön­nen mit einer maxi­ma­len Dau­er von bis zu drei Jah­ren bewil­ligt werden.

Quel­le: Säch­si­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Sozia­les und Gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt

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Leip­zi­ger Fami­li­en­freund­lich­keits­preis 2021 verliehen

LEIPZIG INFO

21.06.2021, — Stadt­in­for­ma­ti­on Leipzig

Leip­zi­ger Fami­li­en­freund­lich­keits­preis 2021 verliehen

Fami­li­en­freund­lich­keit in Zei­ten von Coro­na am 18. Juni 2021 geehrt

Die Pan­de­mie macht um Fami­li­en kei­nen Bogen. Im Gegen­teil, sie sind mit am meis­ten betrof­fen. Aber auch Fami­li­en­freund­lich­keit macht durch Coro­na kei­ne Pau­se. Leip­zi­ger Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen die sich in der Coro­na-Zeit ganz beson­ders für Fami­li­en­freund­lich­keit enga­giert haben, konn­ten am Frei­tag, 18. Juni 2021, in der LVZ-Kup­pel den 13. Fami­li­en­freund­lich­keits­preis ent­ge­gen­neh­men. Gleich vier Unter­neh­men konn­ten sich über eine Aus­zeich­nung und die damit ver­bun­de­nen 1.000 Euro freu­en: Die pioneer com­mu­ni­ca­ti­ons GmbH, die Spread Group, der Ver­ein Müt­ter­zen­trum Leip­zig e.V. sowie die Pra­xis Dr. Ani­ta Wie­ser. Geehrt wur­de außer­dem die Kunst­stoff­zen­trum gGmbH mit dem Son­der­preis der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer zu Leip­zig. Der Preis der Kin­der­ju­ry und damit 2.000 Euro gin­gen an ein Grün­au­er Koope­ra­ti­ons­pro­jekt zwi­schen dem Fami­li­en­zen­trum Grün­au (Cari­tas Leip­zig e.V.), dem Haus Stein­stra­ße e.V. und dem Ver­ein dezen­tra­le e.V.

Gra­fik: Schwarwel

„Wir wol­len mit dem Preis ein Zei­chen set­zen, dass Fami­li­en­freund­lich­keit auch in die­ser schwie­ri­gen Zeit gelebt wird und zwar in allen Facet­ten – tele­fo­nisch, vir­tu­ell und dort, wo es mög­lich ist, per­sön­lich. Die­ses Enga­ge­ment wol­len wir gera­de in die­sem Jahr sicht­bar machen, daher der Preis für fami­li­en­freund­li­che Unter­neh­men in der Pan­de­mie­zeit und die beson­de­re Fra­ge­stel­lung für die Kin­der­ju­ry, wer sie und ihre Anlie­gen in die­ser Zeit beson­ders unter­stützt hat“, so Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Jung.

Für alle, die nicht an der klei­nen Fest­ver­an­stal­tung teil­neh­men konn­ten, bestand die Mög­lich­keit, sich per Live-Stream zuzu­schal­ten. Auch die Vor­be­rei­tun­gen lie­fen digi­tal. Die Jury hat­te fünf­zehn, die Kin­der­ju­ry drei Vor­schlä­ge in die enge­re Wahl gezo­gen und per Video besucht. Die Ent­schei­dung fiel nicht leicht, denn alle Nomi­nier­ten enga­gier­ten sich auf außer­ge­wöhn­li­che, sehr unter­schied­li­che Art für eine fami­li­en­freund­li­che Stadt. Freu­en dür­fen sich auch alle nicht­plat­zier­ten Nomi­nier­ten. Sie erhal­ten als Aner­ken­nung eine Urkunde.

Haupt­spon­sor des Prei­ses ist die Leip­zi­ger Stadt­hol­ding. Volk­mar Mül­ler, Geschäfts­füh­rer der Leip­zi­ger Grup­pe: „Die Leip­zi­ger Grup­pe hat auch in den schwie­ri­gen Pan­de­mie-Zei­ten ihren Part­nern – wie dem Fami­li­en­freund­lich­keits­preis – die Treue gehal­ten, damit die­se auch danach wie­der durch­star­ten kön­nen. Denn nur gemein­sam machen wir Leip­zig zu dem, was es ist. Unse­re Leip­zi­ger Stadt­wer­ke, Ver­kehrs­be­trie­be und Was­ser­wer­ke ste­hen für Lebens­qua­li­tät vor Ort – und dazu gehört auch die Fami­li­en­freund­lich­keit. Als attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber pro­fi­tie­ren wir einer­seits von ihr und set­zen uns ande­rer­seits aktiv für ihre För­de­rung ein. Denn wer die Arbeits­kräf­te von mor­gen für Leip­zig gewin­nen will, ist gut bera­ten, die Fami­li­en­freund­lich­keit in unse­rer Stadt zu erhal­ten und voranzubringen.“

Die Preis­gel­der wur­den vom BMW Group Werk Leip­zig, der Leip­zi­ger Mes­se GmbH, der Spar­kas­se Leip­zig und der AOK PLUS – Die Gesund­heits­kas­se für Sach­sen und Thü­rin­gen zur Ver­fü­gung gestellt. Alle Preisstif­ter sind sich einig, dass Fami­li­en­freund­lich­keit in Unter­neh­men selbst­ver­ständ­lich sein soll­te. „Wir sind selbst Arbeit­ge­ber und enga­gie­ren uns in unse­ren Unter­neh­men eben­so, um den Mit­ar­bei­ten­den eine gute Work-Life-Balan­ce zu ermög­li­chen. Und das nicht nur zu Pan­de­mie­zei­ten“, erklär­ten die Ver­tre­ter der Unter­neh­men unisono.

Die Preis­trä­ger

1.000 Euro für die pioneer com­mu­ni­ca­ti­ons GmbH

Die Jury hat sich im Bereich fami­li­en­freund­li­che Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men für die pioneer com­mu­ni­ca­ti­ons GmbH ent­schie­den. Ört­lich und zeit­lich fle­xi­bles Arbei­ten war schon vor der Pan­de­mie mög­lich und hat sich in der Kri­sen­si­tua­ti­on neu bewährt. Zusätz­lich wur­den alle Beschäf­tig­ten sofort im ers­ten Lock­down mit feh­len­den Hard- und Soft­ware­kom­po­nen­ten aus­ge­stat­tet, um aus­schließ­lich im Home­of­fice arbei­ten zu kön­nen. Es gibt inzwi­schen eine eige­ne Web-App, um Arbeits­plät­ze im Büro zu nut­zen und trotz­dem Hygie­ne­stan­dards ein­zu­hal­ten. Fami­li­en­freund­lich­keit wird hier von der Füh­rungs­spit­ze gelebt und die Mit­ar­bei­ten­den ent­las­ten sich gegen­sei­tig, wenn Kol­le­gin­nen oder Kol­le­gen kurz­fris­tig Kin­der oder Ange­hö­ri­ge betreu­en müs­sen. Der frei­täg­li­che Agen­cy-Call fin­det unter Teil­nah­me der Kin­der statt.

1.000 € für die Pra­xis Dr. Ani­ta Wieser

Als allein­er­zie­hen­de Mut­ter von drei Kin­dern weiß Dr. Ani­ta Wie­ser, was es gera­de in der heu­ti­gen Zeit bedeu­tet, Fami­lie und Beruf unter einen Hut zu bekom­men. Mit der Ein­rich­tung von zwei Com­pu­ter­ar­beits­plät­zen fürs Home­schoo­ling und einer Koch­mög­lich­keit sowie ange­pass­ten Sprech­zei­ten hat sie prak­ti­sche Hil­fe geleis­tet. Sehr am Her­zen lag ihr auch die emo­tio­na­le Sta­bi­li­tät ihrer Mit­ar­bei­te­rin­nen. Mit Gesprä­chen und gegen­sei­ti­ger Unter­stüt­zung haben alle davon par­ti­zi­piert. Außer­dem bie­tet die Pra­xis einen stun­den­wei­sen Co-Working-Space für the­ra­peu­tisch täti­ge Müt­ter an, die wie­der in ihren Beruf zurück­keh­ren möchten.

1.000 Euro für den Ver­ein Müt­ter­zen­trum Leip­zig e.V.

Wenn es um Fami­li­en­freund­lich­keit geht, sind die Müt­ter­zen­tren nicht weg­zu­den­ken. Dabei denkt man aber nicht zuerst dar­an, dass der Ver­ein gleich­zei­tig auch Arbeit­ge­ber ist. Umso mehr hat es die Jury beein­druckt, dass Fami­li­en­freund­lich­keit auch hin­ter den Kulis­sen gelebt wird. Der Zusam­men­halt, ins­be­son­de­re in der Pan­de­mie­zeit, ist groß. Wäh­rend die­ser Zeit wur­den die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter immer wie­der von der Lei­tungs­ebe­ne bestärkt und unter­stützt. Für alle gab es eine indi­vi­du­el­le Lösung: Man arbei­tet, so viel, wie man kann, und wird dafür wert­ge­schätzt. Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­che wur­den im Rah­men von 1:1 Spa­zier­gän­gen durch­ge­führt (dies soll zukünf­tig bei­be­hal­ten wer­den). Auch wur­den zusätz­li­che Team­be­spre­chun­gen zur aktu­el­len Lage eingeführt.

1.000 Euro für die Spread Group

Die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ist bei der Spread Group geleb­te Kul­tur. Für Home­schoo­ling und Home­ki­ta wur­de den im Unter­neh­men täti­gen Eltern zusätz­li­ches tech­ni­sches Equip­ment für den digi­ta­len Unter­richt zur Ver­fü­gung gestellt. Die Arbeits­zei­ten kön­nen indi­vi­du­ell getak­tet wer­den, so dass sie mit der fami­liä­ren Situa­ti­on in Ein­klang gebracht wer­den kön­nen. Für die Online-Zusam­men­künf­te wur­den Stra­te­gien erar­bei­tet, um den Spaß­fak­tor nicht zu kurz kom­men zu las­sen. Digi­ta­le Sport­pau­sen, Lunch-Lot­te­rie oder eine Oster-Chal­len­ge sind nur eini­ge der umge­setz­ten Aktio­nen, um das Team wäh­rend der Pan­de­mie zu unter­stüt­zen. Dies galt auch für die Kin­der: Für die­se wur­den eige­ne Kin­de­ryo­ga­stun­den und eine Kin­der­dis­co ins Leben gerufen.

Preis der Kin­der­ju­ry (2.000 Euro) für die Koope­ra­ti­on Fami­li­en­zen­trum Grün­au mit dem Haus Stein­stra­ße und dem Ver­ein dezen­tra­le e.V.

Die Kin­der­ju­ry bestand in die­sem Jahr aus zwölf Kin­dern im Alter von 8 bis 13 Jah­ren. Neben neu­en Gesich­tern waren auch eini­ge „alte Hasen“ aus der letzt­jäh­ri­gen Jury dabei. Trotz­dem die Sit­zun­gen aus­schließ­lich digi­tal statt­fan­den, war das Enga­ge­ment und das Inter­es­se der Kin­der ungeschmälert.

25 ver­schie­de­ne Vor­schlä­ge waren ein­ge­gan­gen und wur­den von der Kin­der­ju­ry unter die Lupe genom­men. Das Werk­zeug der Wahl: Kri­ti­sche Fra­gen! Hat das Ange­bot mög­lichst vie­le Fami­li­en erreicht? Konn­ten es sich auch alle leis­ten? Brauch­te man zwin­gend einen Com­pu­ter, um teil­ha­ben zu kön­nen? Wie ist man auf die Sor­gen von Her­an­wach­sen­den und Eltern ein­ge­gan­gen? Nach eini­gen Sit­zun­gen hat­ten sich die Kin­der ent­schie­den. Drei Favo­ri­ten blie­ben übrig. Die­se wur­den jeweils für ein gemein­sa­mes Tref­fen in den digi­ta­len Kin­der­ju­ry-Sit­zungs-Raum eingeladen.

Die Wahl fiel auf ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt im Stadt­teil Grün­au. Das Ange­bot umfass­te meh­re­re Bau­stei­ne, um vie­le Grün­au­er Fami­li­en in der schwie­ri­gen Zeit zu unter­stüt­zen. Die „Mut­mach-Post“ soll­te die sozia­le Distanz ein wenig erträg­li­cher machen. In „Kollerkis­ten“ wur­den Ange­bo­te gegen die Lan­ge­wei­le ver­teilt. In Koope­ra­ti­on mit dem Ver­ein „dezen­tra­le e.V.“ und des­sen Pro­jekt „hardware4future“ ver­teil­te man vor Ort 100 Lap­tops und PCs, damit mög­lichst vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch am Fern­un­ter­richt teil­neh­men konn­ten. Das Café Yel­low vom Haus Stein­stra­ße lie­fer­te außer­dem gesun­de Über­ra­schungs­bo­xen (samt Rezept­ideen), die eben­falls an die Grün­au­er Fami­li­en über­ge­ben wurden.

Es war die­se bun­te Mischung aus ver­schie­de­nen Ange­bo­ten, die die Kin­der­ju­ry über­zeug­te. Da in Grün­au vie­le Fami­li­en leben, die auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen sind, war das Ange­bot in die­sem Stadt­teil sehr gut plat­ziert. Es zeigt auch, wie ver­schie­de­ne Akteu­re vor Ort zusam­men­wir­ken kön­nen, um gemein­sam eine Kri­se zu meis­tern. Die Jury­mit­glie­der beton­ten zudem, wie wich­tig es sei, nicht aus­schließ­lich auf die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on ange­wie­sen zu sein. Vie­le Kin­der aus Fami­li­en, die kei­nen Zugriff auf die not­wen­di­ge Hard­ware hat­ten, waren wäh­rend der Coro­na-Zeit benach­tei­ligt. Das prä­mier­te Ange­bot hat das rich­ti­ge Augen­maß beses­sen und ist den Her­aus­for­de­run­gen die­ser beson­de­ren Zeit mit viel Enga­ge­ment und Koope­ra­ti­ons­geist begegnet.

Die Kin­der­ju­ry war wegen der Coro­na-Situa­ti­on nicht per­sön­lich bei der Preis­ver­lei­hung dabei. Sie wird ihre Preis­trä­ger aber noch per­sön­lich ehren.

Son­der­preis der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) zu Leipzig

Alle zwei Jah­re ver­gibt die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer zu Leip­zig einen Preis für fami­li­en­freund­li­che Arbeit­ge­ber. In die­sem Jahr war es wie­der soweit. Nan­cy Schnei­der, Vize­prä­si­den­tin der IHK zu Leip­zig, und Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Jung über­reich­ten den Preis an das Kunst­stoff-Zen­trum in Leip­zig gGmbH. Das Unter­neh­men konn­te sowohl mit lang­jäh­rig eta­blier­ten als auch mit neu ein­ge­führ­ten Instru­men­ten wäh­rend der Coro­na-Kri­se über­zeu­gen. Vol­ler Lohn­aus­gleich bei gestaf­fel­ter Arbeits­zeit­re­du­zie­rung für Beschäf­tig­te mit Kin­dern, Ein­rich­tung von Home­of­fice-Arbeits­plät­zen und eine erwei­ter­te fle­xi­ble Gleit­zeit­re­ge­lung sind nur drei der viel­fäl­ti­gen Ange­bo­te, die das Unter­neh­men für sei­ne Ange­stell­ten bereithält.

“Im ver­gan­ge­nen Kri­sen­jahr war es für vie­le Unter­neh­men eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung, die Balan­ce zwi­schen den betrieb­li­chen Anfor­de­run­gen und den fami­liä­ren Bedürf­nis­sen der Beschäf­tig­ten zu fin­den. Das Kunst­stoff-Zen­trum besticht hier durch das Gesamt­kon­zept und macht sich in beson­de­rer Wei­se um die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ver­dient. Dies ist bei­spiel­ge­bend für alle Unter­neh­men”, erläu­ter­te Nan­cy Schneider.

Der Video-Stream ist in der kom­men­den Woche ab Diens­tag, dem 22. Juni, auf www.leipzig.de/familienfreundlichkeitspreis verfügbar.

Quel­le: leipziginfo.de

Die­ser Arti­kel wur­de ver­öf­fent­licht von: Lars Schumann