„Service: Einkaufsfahrten für die Risikogruppe“

Arzberg. „Wir haben schon Anfang der Woche überlegt, wie wir unseren älteren Mitbürgern in Zeiten von Corona helfen können”, sagt Bürgermeister Holger Reinboth. Jetzt nahmen die Ideen konkrete Züge an: Ab Montag will man den Senioren eine Einkaufshilfe bieten. Wer Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs benötigt, kann sich von Montag bis Freitag jeweils zwischen 15 und 17 Uhr unter Telefon 034222 486020 melden. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative der Gemeinde Arzberg, des Ostelbischen-Mehrgenerationenhauses-Arzberg (O-M-A) sowie des Bürgerbus-Teams. „Das Angebot richtet sich in erster Linie an die ältere Ge-neration, die als Risikogruppe gilt. Sie sollen wegen der Ansteckungsgefahr möglichst zuhause bleiben”, erklärt Bürgerbus-Koordinatorin Manuela Kurdyban.

Im Mehrgenerationenhaus mussten sämtliche Termine und Veranstaltungen gestrichen werden. Auch der Bürgerbus verzeichnet weniger Fahrten, weil Ärzte und Behörden Sprechzeiten verlegt oder OP-Termine gestrichen haben. Damit sind Kapazitäten frei: Das Bürgerbus-Team will montags, mittwochs und freitags Einkaufsfahrten zum Arzberger Markant nah & frisch vornehmen. Man unterstütze damit gleichzeitig den einheimischen Dorfkonsum, betonte Bürgermeister Holger Reinboth. Hier seien alle notwendigen Produkte zu haben und die Ansteckungsgefahr sei noch dazu geringer als in großen Supermärkten. Unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften sollen die Einkaufsfahrten und Übergaben problemlos abgewickelt werden. Durch das „Korb vor die Tür stellen” sei auch ein persönlicher Kontakt vermeidbar. „Wir möchten Solidarität zeigen und dadurch zumindest symbolisch enger zusammenrücken” , bekräftigte Reinboth. Im O-M-A-Haus sei auch immer ein Ansprechpartner telefonisch erreichbar, falls Alleinstehende Sorgen und Probleme haben.